Dienstag, 13. Februar 2007

Drei fotogene Zacken


Augsburg: es regnet, regnet und regnet! Erst auf unserem Weg in den Süden klart es ein wenig auf. Eigentliches Ziel unserer Tour in den Süden sind die Dolomiten im Fassatal und Umgebung zum Winterwandern oder vielleicht mal Schneeschuh gehen. Schon auf dem Benner lockt uns das Sonnen beschienene Pustertal. Der Sonnenhöhenweg beschert uns prima Ausblicke auf den Kronplatz. Dort sieht man die Skifahrer die Piste runterpesen, obwohl für örtliche Verhältnisse wenig Schnee da liegt.
Nach Befahrung einiger Off-Road-Wege zu malerischen Berghütten, mit Blick auf Burgen und Almen, biegen wir zum Pragser Wildsee ein. Das Seewasser ist abgelassen, so dass auf dem Seegrund die Loipen lang geführt sind. Langsam sinkt die Sonne und taucht die Steinblöcke in orangfarbenes Licht. Ein paar Ecken weiter im Hochpustertal fahren wir nach Misurina um uns die Drei Zinnen anzuschauen. Der Wettergott ist uns hold und reißt die Wolkendecke stückweise auf, so dass die Drei Zinnen (West-/Südwand) ein prima Fotomotiv abgeben, gülden angehaucht mit schwachem Rosaeinschlag. Herrlich!!! Das Fotofieber hat mich gepackt und auch das Infomaterial ist für folgende Wunschinterpretation offen: Winterwandern um die Drei Zinnen herum oder hier mal diese sündhaft teuren Schneeschuhe auszuprobieren. Und das alles nur in der Hoffnung: morgen früh ist das Wetter besser, wolkenloser Himmel, fotogene drei Zacken. Nur die Einheimischen machen uns einen unschönen, dicken Strich durch die Rechnung: der Womo-Stellplatz ist gänzlich ungeeignet und die Mautstraße hoch in die Berge ist wegen zuviel (?) Schnee auch gesperrt. Das war’s dann wohl! Ab ins Auto und weiter Richtung… mhh… ins Blaue.
Den falschen Abzweig nehmend gondeln wir das ganze elende Tal über Aurounzo runter und wieder hoch nach Cortina. In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden. Der Foto ist schon längst verstaut und die Augen sind weit geöffnet um einen optimalen Übernachtungsplatz zu finden. Nach Cortina fahren wir noch hoch zum Falzerego-Pass. Die Serpentinen sind steil und führen direkt an den Tofanen vorbei. Am Seilbahnparkplatz wird der Zündschlüssel letztendlich gedreht. Düster ist die Nacht und knackig kalt (-8°C) …

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